Freitag, 8. September 2017

Tourrettes sur Loup / Türen aus einer anderen Zeit

Tourrettes sur Loup am Morgen

Der Felsenvorsprung von Tourrettes sur Loup war schon in keltisch-ligurischer Zeit eine Befestigung, die dann zu einem Beobachtungsposten der Römer wurde; die Steine, mit denen sie den Glockenturm errichteten, sind noch heute sichtbar. 
Im Mittelalter
zogen sich die Menschen bei Angriffen, insbesondere der Sarazenen, in die Felsenburg zurück und verschanzten sich hinter ihren Mauern und Türen.



Diese wunderschöne Luftaufnahme von Alain Girard zeigt eindrucksvoll die Geschlossenheit und die Befestigung von Tourrettes mit den steil abfallenden Felsen und Schluchten. 
Man wollte sich damals sicherer fühlen, und dies drückte sich auch in den Häuserfronten und Türen aus. 





Als ich durch die Grande Rue, die "Große Straße" ging, die nur wenige Meter breit ist, und diese Aufnahmen machte, hätte ich gern hinter die eine und andere Tür geschaut und habe mich gefragt, wer wohl dort früher lebte und wer dort heute wohnt.






Gern würde ich einen Film sehen, in dem, wie im Zeitraffer, gezeigt werden könnte, wie das Leben der Menschen im Wandel der Zeit verlaufen ist.


       



Manche Türen wirkten auf mich wie Tresortüren, die man nur mit ganz speziellen Schlüsseln und sehr schwer öffnen kann. Es schien, als wolle man sich nicht nur schützen, sondern auch verbergen.






Die Berichte und Schriften über die Geschichte von Tourrettes erzählen aber auch von Berühmtheiten, die hinter den Türen des Dorfes Ruhe und Muße gesucht und gefunden haben.



  



Heute sind es auch zahlreiche "Fremde", die einmal kamen und Tourrettes nicht mehr verließen und nun mit Stolz durch diese Türen in ihr Refugium gehen, um sich von den Angriffen und "Eroberern" unserer Zeit, wie dem Leistungsdruck und der Schnelllebigkeit abzuschotten und zu schützen.









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