Freitag, 4. April 2014

Taormina / Sizilien


Ich beginne gleich mit dem spektakulärsten Foto, es ist einfach ein "must-do", mit einer Ansicht des griechischen Amphitheaters mit dem majestätischen Ätna im Hintergrund,
die wohl zu Recht zum Erkennungszeichen für Taormina geworden und die sicherlich schon unzählige Male abgebildet ist. Und trotzdem ist es immer wieder beeindruckend, dieses Bild zu sehen, und ein Erlebnis, in diesem Amphitheater zu sitzen. Für dieses Bild ist es übrigens empfehlenswert, früh am Morgen zu fotografieren, weil dann die Sonne am günstigsten steht und die Lichtverhältnisse optimal sind; Eintritt ist um 9:00 Uhr.

Es kann einem schon die Gedanken kräuseln, wenn man dort oben im Theater auf einer Treppe sitzt und auf den behäbigen Ätna blickt, der kaum je wirklich bedroht hat, und daran denkt, dass alle Völker des Mittelmeeres die Insel schon einmal besiedelten. Die zahlreichen Zeugnisse sind beeindruckend. Riesige griechische Tempel, zum Beispiel bei Agrigent im Tal der Tempel. 



Und es gibt genauso beeindruckende Tempel von Völkern vor den Griechen, die man kaum kennt.

Taormina soll um 1300 v. Chr. von den Sikulern gegründet worden sein, die dann später von den Griechen verdrängt wurden. Damals hieß die Insel noch Sikanien und die Stadt, an den Hängen des Monte Tauro, später Tauromenion. Im 3. Jahrhundert n. Chr. wurde sie lateinisch zu Tauromenium und einflussreiche Bewohner Roms ließen sich aufwändige Villen erbauen.

Dass schon als einer der ersten Touristen Goethe 1789 hier war und im "Cafe Wunderbar" von Taormina und Sizilien schwärmte, weiß inzwischen fast jedes Kind. 



Aber erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann aufgrund des milden Klimas, der Landschaft und der kulturellen Reize der Tourismus richtig aufzublühen. Wieder waren es zunächst vor allem Engländer, die Sizilien und insbesondere Taormina als touristisches Ziel bekannt machten.

Heutzutage sollte man jedoch nicht in den Sommermonaten Taormina besuchen, weil der Schwarm Jugendlicher aus aller Herren Länder die Straßen und Gassen schier verstopft, so dass man sich ständig unausweichlich gegenseitig berühren muss.
Ich persönlich möchte daher also eher Ende März bis Juni und September und Oktober als Reisezeit empfehlen, dann ist es sowieso nicht zu heiß, es sei denn, du willst unbedingt an der Party, die das Zentrum umfasst, teilnehmen.

Ein weiteres besonderes Merkmal von Taormina sind die vielen Pasticcerien mit den süßen Cannoli und dem Mandorla-Gebäck, die Sizilianer lieben es, Süßigkeiten besonders in Form von Früchten nachzubilden. 



Nicht zu übersehen sind die zahlreichen Keramikläden mit den typischen innen hohlen Köpfen (teste di moro), Tafeln und Wahrzeichen von Sizilien.






Besonders gefiel mir die Keramik mit dem Bild des Schutzpatrons von Taormina, St. Pankratius, die in einer Hauswand eingelassen ist.



Oder auch das künstlerische Ladenschild eines Eiscafe's. 





Wichtig  ist für alle Besucher , dass Taormina ca. 200 Meter über dem Meer liegt und man über gewundene Straßen und Treppen zum Strand gehen kann. Es gibt dafür aber auch eine kleine Gondelbahn.
Mir gefiel der kleine Strand mit der Isola bella mit den Strandrestaurants am besten.



Meine Taormina-Reisen habe ich mit Sprachkursen in der Sprachschule "Babilonia" verbunden.
www.babilonia.it

Gewohnt habe ich bei meinen Besuchen in Taormina jedes Mal im "Hotel Bel Soggiorno". Ich liebe seinen Retro-touch von vor über 100 Jahren. 



Hotel Bel Soggiorno

Auf dem Weg zur Schule wähle ich immer den Gang durch den Giardino Pubblico, der von einer Engländerin der Stadt geschenkt wurde, und grüße die Engelwesen.




Sehr gut und mit bestem Service ißt man in der "Tavernetta".
www.latavernettataormina.it


Und zu empfehlen ist zumindest ein Glas Wein zur happy hour im
"Kloster San Domenico".
www.san-domenico-palace.com

Die besten und preiswertesten Dolci kauft man in der Pasticceria "D' Amore". Dort sind die Inhaber stolz auf jedes ihrer hausgemachten Produkte, sie verpacken alles liebevoll und man wird nicht genötigt, das zweifache zu zahlen wie auf dem Corso Umberto, der Hauptstraße zwischen der Porta Messina und der Porta Catania.



www.pasticceriadamore.it


Zu den kleineren Ausflügen, die man unbedingt machen sollte, gehört der zum Castello Sarazeno, zum kleinen Ort Castelmola und der nach Gardini-Naxos.








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